- TV Lampertheim 1b Mannschaft -

 

Südhessen Morgen, Montag 26 Oktober 2009 

Fußball-C-Liga: 1:3 gegen TV Lampertheim II / Birlikspor Biblis verbucht ersten Saisonerfolg / VfR Bürstadt II verliert 1:10
Deutliche Worte nach Hofheimer Derby-Schlappe

 
  
Ried. Im Derby der Fußball-C-Liga behielt der TV Lampertheim II gegen einen schwachen FV Hofheim II mit 3:1 die Oberhand. Der VfR Bürstadt II erlebte in Birkenau ein 1:10-Debakel. Der VfB Lampertheim nahm einen Zähler aus Gadernheim mit. Schlusslicht Birlikspor Biblis holte nach 13 glücklosen Anläufen den ersten Saisonsieg.

FV Hofheim II - TV Lamperth. II 1:3
Nach der dritten Nullnummer aus den letzten vier Begegnungen ging Jürgen Hofmeister mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. "Es war eine katastrophale Leistung. Wir haben uns kampflos ergeben", schimpfte Hofheims Spielausschussvorsitzender. Die FVH-Reserve habe gut angefangen, "aber dann war es wie abgerissen. Wir haben zu weit weg von den Gegnern gestanden und den TVL zu seinem Spiel kommen lassen." TVL-Stürmer Andreas Lentz ließ sich nicht lange bitten und schoss in der 33. und 38. Minute zur Führung ein. In der 43. Minute erzielte Dirk Morsbach das 3:0. Dem eingewechselten Marc Semm gelang fünf Minuten nach Wiederanpfiff der 1:3-Ehrentreffer. Die schlechte Hofheimer Ausbeute will Hofmeister auch nicht auf fehlende Akteure zurückführen. "Schlecht besetzt waren wir heute nicht", ärgerte er sich. Der FVH ist jetzt Tabellenvierter mit zehn Punkten Rückstand auf Spitzenreiter VfL Birkenau II. Dem sechsplatzierten TVL fehlt bei einem Spiel Rückstand nur noch ein Zähler zur Frank-Elf.

VfL Birkenau II - VfR Bürstadt II 10:1
Trotz des zweistelligen Resultats stritt Michael Rodenheber eine klare Unterlegenheit der Gäste aus dem südhessischen Ried ab. "Das Ergebnis war ein bisschen zu hoch. Der Gegner war nicht so schlecht, wie das Resultat vermitteln mag", urteilte der VfL-Betreuer. Die VfR-Reserve habe "viel probiert und nie aufgegeben. Aber im Mittelfeld haben wir die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen." Den Gästetreffer markierte Sascha Fetzer bereits in der vierten Minute.

Gadernheim - VfB Lamperth. 2:2
Mit dem 2:2-Unentschieden konnte der VfB gegen einen zuletzt formstarken Gegner seine drei Spiele währende Niederlagenserie beenden. Die Özhan-Elf wandelte die einzigen zwei Chancen durch Anil Sandikci (65.) und Serkan Özer (80.) in Tore um. So abgebrüht präsentierte sich der TSV, der in der 88. Minute durch Jörg Emmerich ausglich, nicht. "In der ersten Halbzeit mussten wir zwei Tore machen", resümierte Harald Wolf vom TSV-Spielausschuss.

Birlikspor Biblis - SG Lautern 3:2
Mehmet Türkkan, Bajram Türkkan per Strafstoß und Gökhan Karabacak durften sich beim ersten Saisonsieg in die Torschützenliste eintragen. Als Libero verlieh Celkjo Bozanovic der Defensive die nötige Stabilität. Auch die Rückkehr von Stürmer Radoslav Mladenov machte sich positiv bemerkbar. Die Fehlschritte der Konkurrenten trugen nur beiläufig zur Freude von Yusuf Ates bei. "Wir müssen unsere Spiele selbst gewinnen", hofft der Vorsitzende, dass der Knoten geplatzt ist. cpa

Südhessen Morgen
26. Oktober 2009

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Lampertheimer Zeitung, Montag 26 Oktober 2009 

In Maradona-Manier

C-KLASSE Andreas Lentz erzielt für den TVL II beim FVH II zwei bemerkenswerte Tore

 
  
Der TV Lampertheim II hat das Lokalduell der Fußball-C-Klasse beim FV Hofheim II mit 3:1 (3:0) für sich entschieden. Der Sieg geht vollkommen in Ordnung und hätte sogar noch höher ausfallen können. Mann des Tages war Andreas Lentz, der zwei Treffer erzielte, eines davon in bester Maradona-Manier.

Doch der Reihe nach: Beide Teams beschnuppern sich zunächst. Ein Lentz-Kopfball stellt für die Lampertheimer die erste Annäherung an das Hofheimer Tor dar. Daniel Wiegand hatte geflankt. Auf der anderen Seite hat Sascha Müller die eine Chance für Hofheim. Die Platzherren tun sich ansonsten sehr schwer, ein konstruktives Spiel aufzuziehen. Meist wird der Ball nur planlos nach vorne geschlagen. Es ist ganz sicher nicht als Kompliment an seine Spieler zu verstehen, dass Hofheims Trainer Markus Frank seinen Ersatzspieler Marc Semm bereits nach einer guten halben Stunde zum Warmmachen schickt.

Zu diesem Zeitpunkt steht es bereits 1:0 für die Gäste aus der Kernstadt. Dirk Morsbach setzt Andreas Lentz im Strafraum in Szene. Und der Routinier bringt seine ganze Erfahrung ein, schirm das Spielgerät mit seinem Körper geschickt ab, dreht sich um seinen Gegenspieler und platziert die Kugel aus elf Metern gekonnt im Eck (31.). Ein schönes Tor, doch das schönste des Tages sollte erst noch später kommen. Dazu später mehr.

Dann sorgt der Schiedsrichter für Aufsehen. Der scheint nämlich nach einer halben Stunde genug vom schwachen Hofheimer Spiel zu haben und pfeift zur Pause. Erst als er von draußen darauf hingewiesen wird, dass in Durchgang eins noch eine Viertelstunde gespielt werden muss, setzt der Referee die Begegnung fort. Aber auch dieser Weckruf hilft den Hofheimern nicht. Im Gegenteil: Dirk Morsbach schießt, und Torsten Wolk im Hofheimer Tor sieht ganz schlecht aus. Der Keeper schätzt den Ball massiv falsch ein. Seine fehlerhafte Berechnung führt dazu, dass er sich die Kugel quasi selbst ins Netz legt (38.). Die Turner sind jetzt am Rollen. Und Hofheim muss aufpassen, nicht überrollt zu werden. Einer aber ist besonders am Rollen. An dieser Stelle kommen wir auf Andreas Lentz und das schönste Tor des Tages zurück: Der Routinier schnappt sich noch vor der Halbzeit die Kugel, vollführt ein Solo wie einst Maradona zu seinen besten Zeiten, lässt alle Hofheimer stehen und spielt sogar noch den Torhüter aus - 3:0 (43.). Man muss bemerken, dass es die Hofheimer Lentz nicht gerade schwer machten und sich nicht wesentlich beweglicher als die berühmten Slalomstangen präsentierten. Doch die Dynamik samt Schwindelfaktor, die Lentz an den Tag legt, ist schon bemerkenswert. Die Gratulationen der Mitspieler sind ihm sicher. Ein feines Tor!

Übrigens: Den Torhüter hätten sich die Lampertheimer in Halbzeit eins fast sparen können. Hofheim fällt nicht viel ein, um Andreas Kirsch in Bedrängnis zu bringen. In Durchgang zwei musste der Keeper aber dann doch noch das ein oder andere Mal eingreifen. Bei einem Freistoß pariert Kirsch sehr gut, auch den Nachschuss holt der Torhüter mit einer ganz starken Parade noch raus. Da ihm aber niemand zu Hilfe eilt, muss Kirsch den zweiten Nachschuss durch Marc Semm schließlich passieren lassen. Beginnt jetzt beim TV das große Zittern? Nein! Denn Hofheim fällt auch jetzt nichts ein.
 

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