/RIEDRODE. Vor dem
letzten Spieltag stand
der TV Lampertheim noch
vor der SG Riedrode.
Jetzt ist die SGR
Vierter und die Turner
nur noch Zehnter. Das
unterstreicht, wie eng
es derzeit in der
Kreisoberliga zugeht.
Während der FSV Riedrode
mit Abstand Erster und
der FC Einhausen mit
Abstand Letzter ist,
kämpft der Rest um die
Plätze dazwischen. Den
dritten und den elften
Rang trennen gerade
einmal zwei Punkte.
Mittendrin befinden sich
die Mannschaften von
Ludwig Walther und Marco
Falkenstein, die nun am
Sonntag
aufeinandertreffen
Nur ungern schaut
TVL-Coach Falkenstein
eine Woche zurück. Beim
SV Fürth unterlag seine
Mannschaft mit 0:3 und
sah dabei ganz alt aus.
Und an was lag es? "An
der Einstellung", sagt
der Trainer, "niemand
von uns war auf dem
Platz." Das wurde am
Montag in der Sitzung
auch deutlich
angesprochen. Dabei ist
der SV Fürth kein
Übergegner, und Marco
Falkenstein sagt mit
deutlichem Signal an
seine Spieler und die SG
Riedrode: "Mit der
richtigen Einstellung
können wir jeden
schlagen." Allerdings
müssen die
Spargelstädter dafür mal
wieder das Tor treffen,
in den letzten zwei
Partien blieben die
Turner ohne eigenen
Treffer.
Das kann die SG Riedrode
nicht von sich
behaupten. Nachdem die
Walther-Elf in den
ersten sieben
Saisonspielen nur zwölf
Mal ins Schwarze traf,
überraschte die Elf aus
dem Bürstädter Stadtteil
mit einem 10:0-Heimsieg
über den FC Einhausen.
Jetzt sollte man das
Ergebnis nicht
überbewerten, da
Einhausen in dieser
Runde noch nicht mal
einen Punkt holen
konnte. Dennoch sendete
die SGR ihrerseits ein
deutliches Signal an die
Liga. "Das Ergebnis war
in der Form nicht
abzusehen und hätte
sogar noch höher
ausfallen können",
erzählt Ludwig Walther.
Der FCE habe es seiner
Elf allerdings einfach
gemacht. Dennoch wollte
er die Leistung der
Gelb-Schwarzen nicht
schmälern: "Wir haben
gut nach vorne gespielt,
die Tore gemacht und es
ausgenutzt, dass der
Gegner so schwach war."
Es sei "wie am
Schnürchen" gelaufen.
Am Sonntag kommt es zum
Duell TVL gegen SGR,
wobei keiner der Trainer
sein Team als Favoriten
sieht, beide aber ihrer
Mannschaft einen Sieg
zutrauen. Dennoch warnen
die Coaches: "Nach dem
10:0 sprüht die SG
Riedrode vor
Selbstvertrauen", sagt
Falkenstein, dessen Team
zu Hause noch
ungeschlagen ist.
Deshalb stellt sich
Walther auf einen
"harten Fight ein. Mit
einem Punkt könnte ich
leben. Wenn mehr dabei
herausspringt, umso
besser."
Für den TVL ist René
Salzmann nach sechs
Spielen Sperre wieder
spielberechtigt. Ein
Einsatz von Beginn an
ist ihm nicht sicher,
aber sollte er zum
Einsatz kommen, wird er
auf seinen alten
Kameraden Alexander
Häuser im Tor des Gastes
treffen. Häuser
präsentierte sich
zuletzt stark, als er
zum wiederholten Male in
dieser Saison einen
Elfmeter entschärfte.
Auf der anderen Seite
traf Moritz Metzger
fünfmal. "Er hatte am
Sonntag Freiheiten, die
er sonst nicht mal im
Training bekommt." Das
wird am Sonntag anders
sein.
So wollen sie spielenTV
Lampertheim: Hecher;
Volk, Meier, Osswald,
Kuschnir, Schader, Klute,
F. Schmitt, Bopp, Simon,
Engelhardt.
SG Riedrode: Häuser;
Ritzert, F. Bayrami,
Hilman, Aslan,
Deckenbach, Kuhn,
Metzger, Stier, V.
Bayrami, Zintel.