- TV Lampertheim 1. Mannschaft -

 

Lampertheimer Zeitung, Freitag 02. Oktober 2009 

Die richtigen Signale senden

SPIEL DER WOCHE Nach dem 10:0-Heimsieg muss die SG Riedrode zum TV Lampertheim/Salzmann darf wieder

 
  
/RIEDRODE. Vor dem letzten Spieltag stand der TV Lampertheim noch vor der SG Riedrode. Jetzt ist die SGR Vierter und die Turner nur noch Zehnter. Das unterstreicht, wie eng es derzeit in der Kreisoberliga zugeht. Während der FSV Riedrode mit Abstand Erster und der FC Einhausen mit Abstand Letzter ist, kämpft der Rest um die Plätze dazwischen. Den dritten und den elften Rang trennen gerade einmal zwei Punkte. Mittendrin befinden sich die Mannschaften von Ludwig Walther und Marco Falkenstein, die nun am Sonntag aufeinandertreffen

Nur ungern schaut TVL-Coach Falkenstein eine Woche zurück. Beim SV Fürth unterlag seine Mannschaft mit 0:3 und sah dabei ganz alt aus. Und an was lag es? "An der Einstellung", sagt der Trainer, "niemand von uns war auf dem Platz." Das wurde am Montag in der Sitzung auch deutlich angesprochen. Dabei ist der SV Fürth kein Übergegner, und Marco Falkenstein sagt mit deutlichem Signal an seine Spieler und die SG Riedrode: "Mit der richtigen Einstellung können wir jeden schlagen." Allerdings müssen die Spargelstädter dafür mal wieder das Tor treffen, in den letzten zwei Partien blieben die Turner ohne eigenen Treffer.

Das kann die SG Riedrode nicht von sich behaupten. Nachdem die Walther-Elf in den ersten sieben Saisonspielen nur zwölf Mal ins Schwarze traf, überraschte die Elf aus dem Bürstädter Stadtteil mit einem 10:0-Heimsieg über den FC Einhausen. Jetzt sollte man das Ergebnis nicht überbewerten, da Einhausen in dieser Runde noch nicht mal einen Punkt holen konnte. Dennoch sendete die SGR ihrerseits ein deutliches Signal an die Liga. "Das Ergebnis war in der Form nicht abzusehen und hätte sogar noch höher ausfallen können", erzählt Ludwig Walther. Der FCE habe es seiner Elf allerdings einfach gemacht. Dennoch wollte er die Leistung der Gelb-Schwarzen nicht schmälern: "Wir haben gut nach vorne gespielt, die Tore gemacht und es ausgenutzt, dass der Gegner so schwach war." Es sei "wie am Schnürchen" gelaufen.

Am Sonntag kommt es zum Duell TVL gegen SGR, wobei keiner der Trainer sein Team als Favoriten sieht, beide aber ihrer Mannschaft einen Sieg zutrauen. Dennoch warnen die Coaches: "Nach dem 10:0 sprüht die SG Riedrode vor Selbstvertrauen", sagt Falkenstein, dessen Team zu Hause noch ungeschlagen ist. Deshalb stellt sich Walther auf einen "harten Fight ein. Mit einem Punkt könnte ich leben. Wenn mehr dabei herausspringt, umso besser."

Für den TVL ist René Salzmann nach sechs Spielen Sperre wieder spielberechtigt. Ein Einsatz von Beginn an ist ihm nicht sicher, aber sollte er zum Einsatz kommen, wird er auf seinen alten Kameraden Alexander Häuser im Tor des Gastes treffen. Häuser präsentierte sich zuletzt stark, als er zum wiederholten Male in dieser Saison einen Elfmeter entschärfte. Auf der anderen Seite traf Moritz Metzger fünfmal. "Er hatte am Sonntag Freiheiten, die er sonst nicht mal im Training bekommt." Das wird am Sonntag anders sein.

So wollen sie spielenTV Lampertheim: Hecher; Volk, Meier, Osswald, Kuschnir, Schader, Klute, F. Schmitt, Bopp, Simon, Engelhardt.

SG Riedrode: Häuser; Ritzert, F. Bayrami, Hilman, Aslan, Deckenbach, Kuhn, Metzger, Stier, V. Bayrami, Zintel.

 

Spielplan.../ Kreispokal.../ Meinungen austauschen


Südhessen Morgen, Freitag 02. Oktober 2009 

Spiel der Woche: TV Lampertheim empfängt im Ried-Derby Elf von Ludwig Walther, die ihr letztes Spiel haushoch gewann
SG Riedrode reist mit 10:0 im Rücken an

 
  
Lampertheim. Nach dem spielfreien Wochenende tat die 0:3-Niederlage beim SV Fürth dem TV Lampertheim besonders weh. Ganz anders erging es dagegen der SG Riedrode, die auf eigenem Platz Schlusslicht FC Einhausen mit einem 10:0-Kantersieg vom Platz fegte. Am Sonntag stehen sich die beiden Riedklubs in der Fußball-Kreisoberliga zum direkten Duell im Lampertheimer Sportzentrum Ost gegenüber - die vergangenen Duelle zwischen TVL und SGR waren stets heiß umkämpft.

"Das waren bisher immer enge Spiele", weiß der Lampertheimer Coach Marco Falkenstein, der sich über den schwachen Auftritt seiner Mannschaft in Fürth mächtig geärgert hat. "Wir haben vorher gut trainiert, aber auf dem Platz waren wir nur ein laues Lüftchen", gab es bei den Turnern erheblichen Gesprächsbedarf.

"Das war eine Befreiung"

Einen entspannten Sonntag durfte dagegen SGR-Coach Ludwig Walther verleben, denn nach den Niederlagen gegen Olympia Lorsch und Eintracht Wald-Michelbach II holten sich die Schwarz-Gelben beim Kantersieg über den FCE eine gehörige Portion Selbstvertrauen. "Natürlich darf man dieses Ergebnis nicht überbewerten, aber auch gegen Einhausen muss man erst mal zehn Tore schießen. Das war für uns schon ein bisschen eine Befreiung", so Walther.

Beim TVL dürfte man dagegen froh sein, wieder daheim spielen zu können, hatte man vor der Niederlage in Fürth doch auch bei der SG Wald-Michelbach verloren. "Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir auswärts solche Probleme haben. Das war ja schon in der letzten Runde so. Wir dürfen uns nicht nur auf die Heimspiele verlassen", warnt Falkenstein, der nach dem schwachen Auftritt in Fürth gegen die SGR eine Trotzreaktion von seiner Mannschaft erwartet.

"Wir brauchen nicht überheblich zu sein, denn wenn wir beim TVL etwas holen wollen, muss die Einstellung stimmen", kann sich SGR-Trainer Ludwig Walther noch an die letzte Saison erinnern, als sich beide Teams beim 3:3 in Riedrode ein tolles Spiel lieferten und der TVL das Rückspiel im Sportzentrum Ost mit 1:0 gewann.

Rifat Aslan muss bei der SGR wegen einer Absplitterung am Fußzeh voraussichtlich passen muss. Marco Maggiore konnte dagegen unter der Woche schon wieder mittrainieren, auch bei Christoph Glab (Muskelfaserriss) und Mario Kolb (Nasenbeinbruch) ist Besserung in Sicht.

Bei den Gastgebern ist am Wochenende René Salzmann nach Ablauf seiner Rotsperre wieder spielberechtigt, während Christian Schmitt nach seinem Platzverweise noch ein Spiel aussetzen muss. Andreas Lentz weilt momentan im Urlaub und Sascha Deissler fehlt weiterhin wegen seiner Schultereckgelenkssprengung. "Gerade Schmitt und Deissler fehlen uns in der Abwehr natürlich schmerzlich", sagt Falkenstein. "Wir müssen selbstbewusster Auftreten als zuletzt. Gerade in Fürth haben wir einfach zu wenig gemacht", fordert Falkenstein.

Von der Papierform her empfängt am Sonntag der Tabellenzehnte den Tabellenvierten, doch nach Punkten liegen beide Mannschaften gerade einmal zwei Zähler auseinander. "Die Kreisoberliga besteht im Moment aus drei Klassen, oben steht der FSV Riedrode und unten steht der FC Einhausen, alle anderen stehen dazwischen. Es geht verdammt eng zu und das wird wohl noch eine Weile so bleiben", weiß Ludwig Walther um die Leistungsdichte in der höchsten Spielklasse des Fußballkreises. "Wenn du ein oder zwei Spiele gewinnst, kannst du auf dem zweiten oder dritten Platz stehen und wenn du ein oder zwei Spiele verlierst, bist du auf einmal nur noch Zwölfter", ist auch für Falkenstein die Liga sehr ausgeglichen.

Südhessen Morgen
02. Oktober 2009

 

Spielplan.../ Kreispokal.../ Meinungen austauschen


 

Copyright © 2007
Webdesign © by voku