- TV Lampertheim 1. Mannschaft -

 

Südhessen Morgen, Freitag den 14. August 2009

Fußball-Kreisoberliga: Trainer Göbel sieht TVL als Favoriten
Ausfälle bereiten VfR Sorgen

 
  
Bürstadt. Karl-Heinz Göbel, Trainer des Fußball-Kreisoberligisten VfR Bürstadt, muss vor dem nächsten Auswärtsspiel seines Vereins keinen langen Anfahrtsweg zurückzulegen. Schließlich wohnt der Coach in Lampertheim, zum Sportzentrum Ost ist es da nicht mehr weit.

Die Favoritenstellung sieht Göbel klar aufseiten des TVL: "Die haben mit Michael Bopp und René Salzmann zwei ausgezeichnete Offensivkräfte in ihren Reihen. Nun ist auch noch Pascal Simon, dessen Verweilzeit beim FC Fürth nur wenige Wochen dauerte, zu seinem Heimatverein zurückgekehrt", erklärt der Trainer.

Aber auch der VfR Bürstadt hat noch kurzerhand einen Spieler hinzugewonnen. Yusuf Ekin, der in der vergangenen Saison für die SG Riedrode am Ball war, folgte dem Ruf seines ehemaligen Trainers Göbel und spielt nun für den VfR.

Ekin verstärkt VfR Bürstadt
"Yusuf hat noch Trainingsrückstand. Sein Einsatz dürfte am Sonntag noch kein Thema sein", sagt Göbel und trägt sich noch nicht mit dem Gedanken, den Spieler zu nominieren.

Da auch die beiden rotgesperrten Spieler Sven Dexler und Lukasz Zimmermann in Lampertheim nicht zur Verfügung stehen und Jens Mecky (Armbruch) und Jens Hartmann (Innenband) vereinigungsbedingt ausfallen, schließlich auch die beiden Urlauber Christian Scharr und Jens Redig nicht dabei sein können, ist Göbels Personaldecke somit äußerst dünn.

So trifft es sich gut, dass beim 2:1 über den FC Einhausen die beiden Youngster Eric Wagner und Marco Ofenloch, der noch in der A-Jugend spielen könnte, überzeugen konnten. "Sie werden in Lampertheim unter den ersten Elf sein", lobt Trainer Göbel die Nachwuchskräfte. Zudem kehre Mario Miehe in die Mannschaft zurück.

Das Team des FSV Riedrode ist da besser dran, zumindest personell. Unter diesen Voraussetzungen hoffen die Riedroder ihr Auswärtsspiel beim FC Einhausen bestreiten zu können. Die Brüder Thomas und Andreas Keinz, die vor wenigen Tagen zum FC Einhausen gewechselt sind, gaben bereits ein kurzes Gastspiel beim FSV. Das war in der Saison 2002/2003. Die SG Riedrode spielt an diesem Wochenende nicht.

Südhessen Morgen
14. August 2009 

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Lampertheimer Zeitung, Freitag den 14. August 2009 

Respekt vor der Offensivachse

 
  

SPIEL DER WOCHE TV Lampertheim nimmt Favoritenrolle vorm Derby an / VfR Bürstadt ohne Zimmermann

/ BÜRSTADT. 100 Liter Freibier, feinstes Grillgut sowie Kaffee und Kuchen gibt es am Sonntag für die Zuschauer des Kreisoberliga-Derbys zwischen dem TV Lampertheim und dem VfR Bürstadt. Dass die Begegnung den Besuchern auch unter fußballerischen Gesichtspunkten schmeckt, darum müssen sich die beiden Mannschaften kümmern. Die Voraussetzungen für ein pikantes Derby stimmen zumindest: Sowohl TVL (4:2 bei Starkenburgia Heppenheim) als auch VfR (2:1 gegen FC Einhauen) gewannen ihre Auftaktpartien und schaufelten zum Rundenstart drei Punkte aufs vereinseigene Konto.

Der Trainer des VfR Bürstadt, Karl-Heinz Göbel, äußert sich respektvoll vor der Offensivachse des TVL mit René Salzmann, Michael Bopp und Pascal Simon. Von Simon, den er als Coach des damaligen Gruppenligisten FC Olympia Lampertheim zwei Jahre lang "trainieren durfte", schwärmt Göbel in den höchsten Tönen und attestiert dem Spielmacher Verbandsliga-Niveau. Der Aufsteiger will mit kämpferischen Qualitäten dagegenhalten, wobei TVL-Trainer Marco Falkenstein hofft, dass "der VfR seinen Teil zu einem guten Spiel beiträgt".

Von seinem 4-2-3-1-System will Göbel trotz der geballten TVL-Offensivpower nicht abrücken. Sonderbewachungen wird es nicht geben. Doch gerade die Viererkette (Daniel Keinz, Tobias Münch, Patrick Gött und Matthias Rebsch) sowie die Doppel-Sechs (Neu-Kapitän Lukas Litters und Jens Stark) werden wohl einiges zu tun bekommen. Falkenstein warnt vor dem kommenden Gegner: "Ich habe den VfR schon spielen sehen. Die sind nicht schlecht, spielen gut nach vorne", urteilt der TVL-Coach. In vorderster Front haben sich die Bürstädter jedoch selbst geschwächt. Obwohl Matthias Rebsch gegen Einhausen in der Schlussminute mit einem Freistoß "Marke Tor des Monats" (Göbel) den 2:1-Siegtreffer markierte, ließ sich Stürmer Lukasz Zimmermann zu einem unqualifizierten Statement gegenüber seines eigenen Mitspielers hinreißen, was ihm eine Rote Karte einbrachte. Wie lang der "einzige Stürmer mit Kreisoberliga-Niveau" (Göbel) in VfR-Reihen gesperrt wird, steht noch nicht fest. Göbel tadelt: "Er hatte hier früher viele Freiheiten. Jetzt muss er erst mal lernen, dass er einer unter vielen ist." Während Zimmermann viel unterwegs ist und durch seine Beweglichkeit gut ins Ein-Stürmer-Konzept Göbels passt, ist Ersatzmann Marco Münch eher der Typus Strafraumstürmer. "Wir wollen unsere Chance suchen und hoffen auf das nötige Glück", sagt Göbel, während Marco Falkenstein seine Schützlinge zwar vor den eigenen Gesetzmäßigkeiten eines Derbys warnt, aber auch klar sagt: "Wir nehmen die Favoritenrolle an. Wir wollen das Spiel gewinnen."

Bleibt nun also abzuwarten, wem am Sonntag das Freibier samt ordentlicher Grillwurst im Anschluss an die Partie besser mundet.

So wollen sie spielen:

TV Lampertheim: Knecht; Volk, Osswald, Deissler, Simon, Nitsche, Meier, Bopp, Guldner, Salzmann, Kuschnir.
VfR Bürstadt: Jakob; D. Keinz, T. Münch, Gött, Rebsch, Litters, Stark, C. Münch, Grischek, S. Keinz, M. Münch.
 

 

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