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SPIEL DER WOCHE TV Lampertheim
nimmt Favoritenrolle vorm Derby an / VfR Bürstadt ohne
Zimmermann
/ BÜRSTADT. 100 Liter Freibier, feinstes Grillgut sowie
Kaffee und Kuchen gibt es am Sonntag für die Zuschauer des
Kreisoberliga-Derbys zwischen dem TV Lampertheim und dem VfR
Bürstadt. Dass die Begegnung den Besuchern auch unter
fußballerischen Gesichtspunkten schmeckt, darum müssen sich
die beiden Mannschaften kümmern. Die Voraussetzungen für ein
pikantes Derby stimmen zumindest: Sowohl TVL (4:2 bei
Starkenburgia Heppenheim) als auch VfR (2:1 gegen FC
Einhauen) gewannen ihre Auftaktpartien und schaufelten zum
Rundenstart drei Punkte aufs vereinseigene Konto.
Der Trainer des VfR Bürstadt, Karl-Heinz Göbel, äußert sich
respektvoll vor der Offensivachse des TVL mit René Salzmann,
Michael Bopp und Pascal Simon. Von Simon, den er als Coach
des damaligen Gruppenligisten FC Olympia Lampertheim zwei
Jahre lang "trainieren durfte", schwärmt Göbel in den
höchsten Tönen und attestiert dem Spielmacher
Verbandsliga-Niveau. Der Aufsteiger will mit kämpferischen
Qualitäten dagegenhalten, wobei TVL-Trainer Marco
Falkenstein hofft, dass "der VfR seinen Teil zu einem guten
Spiel beiträgt".
Von seinem 4-2-3-1-System will Göbel trotz der geballten
TVL-Offensivpower nicht abrücken. Sonderbewachungen wird es
nicht geben. Doch gerade die Viererkette (Daniel Keinz,
Tobias Münch, Patrick Gött und Matthias Rebsch) sowie die
Doppel-Sechs (Neu-Kapitän Lukas Litters und Jens Stark)
werden wohl einiges zu tun bekommen. Falkenstein warnt vor
dem kommenden Gegner: "Ich habe den VfR schon spielen sehen.
Die sind nicht schlecht, spielen gut nach vorne", urteilt
der TVL-Coach. In vorderster Front haben sich die Bürstädter
jedoch selbst geschwächt. Obwohl Matthias Rebsch gegen
Einhausen in der Schlussminute mit einem Freistoß "Marke Tor
des Monats" (Göbel) den 2:1-Siegtreffer markierte, ließ sich
Stürmer Lukasz Zimmermann zu einem unqualifizierten
Statement gegenüber seines eigenen Mitspielers hinreißen,
was ihm eine Rote Karte einbrachte. Wie lang der "einzige
Stürmer mit Kreisoberliga-Niveau" (Göbel) in VfR-Reihen
gesperrt wird, steht noch nicht fest. Göbel tadelt: "Er
hatte hier früher viele Freiheiten. Jetzt muss er erst mal
lernen, dass er einer unter vielen ist." Während Zimmermann
viel unterwegs ist und durch seine Beweglichkeit gut ins
Ein-Stürmer-Konzept Göbels passt, ist Ersatzmann Marco Münch
eher der Typus Strafraumstürmer. "Wir wollen unsere Chance
suchen und hoffen auf das nötige Glück", sagt Göbel, während
Marco Falkenstein seine Schützlinge zwar vor den eigenen
Gesetzmäßigkeiten eines Derbys warnt, aber auch klar sagt:
"Wir nehmen die Favoritenrolle an. Wir wollen das Spiel
gewinnen."
Bleibt nun also abzuwarten, wem am Sonntag das Freibier samt
ordentlicher Grillwurst im Anschluss an die Partie besser
mundet.
So wollen sie spielen:
TV Lampertheim: Knecht; Volk,
Osswald, Deissler, Simon, Nitsche, Meier, Bopp, Guldner,
Salzmann, Kuschnir.
VfR Bürstadt: Jakob; D. Keinz, T. Münch, Gött, Rebsch,
Litters, Stark, C. Münch, Grischek, S. Keinz, M. Münch.
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